Pferdebewegung analysieren

Jeder, der Pferde funktionell trainieren möchte, sollte ein klares Bild über die korrekte Bewegung des Tieres in den einzelnen Gangarten und Lektionen haben.

Regelmäßig stelle ich beim Unterrichten fest, dass viele Reiterinnen und Reiter wenig Ahnung haben, wie sich der vierbeinige Trainingspartner eigentlich bewegen sollte.
Wie schaut korrekter Schritt in gedehnter oder aufgerichteter Haltung aus?
Wann ist eine Dehnungshaltung wirklich korrekt und somit trainingswirksam?
Wie erkenne ich, ob das Pferd „vorderlastig“ ist oder nicht?
Welche Bedeutung hat der Takt, und welche die Geschwindigkeit der Bewegung?
Wie schaut z.B. Schulterherein oder Renvers aus?
Wann ist eine Piaffe noch als solche zu bezeichnen?

Zum Teil hängt die Unsicherheit auch mit den weit verbreiteten „falschen Bildern“ zusammen, die wir in den Medien aber auch in der Praxis zu sehen bekommen!
Ein Beispiel: In den Dressurrichtlinien steht zwar, dass die Stirn-Nasenlinie eines beigezäumten Pferdes vor der Senkrechten einzustellen sei, aber bei Dressurreitern sieht man sehr oft deutlich „enger“ eingestellte Kopf-Halspositionen. Damit ist dann auch das „Genick“ des Pferdes nicht mehr an höchster Stelle und somit ergibt eine Abweichung die nächste. Die Folgen fürs Pferd sind sehr nachteilig.
Man(n) und Frau gewöhnt sich an diese „abweichende Form“ und schließlich wird durch die tägliche Praxis das Falsche zur Gewohnheit – ja sogar zum Vorbild für die noch weniger „Erfahrenen“!
Aber nur weil viele etwas Falsches tun, wird es noch lange nicht richtiger!

Das richtige Sehen und Beurteilen von Pferdebewegung kann man am besten lernen, wenn man schon beim Bodentraining  (an der Hand, an der Longe bzw. am Seil) darauf achtet und sich Feedback einholt! Die Gelegenheit dazu gibt es für Interessierte bei meinen Kursen und Trainingstagen!